So arbeiten wir an der Wellbachschule:
Die Wellbachschule ist eine Schule für viele verschiedene Kinder. Viele Kinder wachsen mit mehreren Sprachen auf. Das ist eine große Leistung und eine Stärke. Kinder, die mehrere Sprachen erleben und nutzen, bringen viel mit.
Für den Erfolg in der Schule reicht es aber nicht aus, sich im Alltag auf Deutsch verständigen zu können. In der Schule brauchen Kinder eine besondere Sprache: die Bildungs- und Unterrichtssprache Deutsch. Diese Sprache brauchen sie, um Aufgaben genau zu verstehen, Texte zu lesen, eigene Gedanken zu erklären, Fachwörter zu lernen und in allen Fächern erfolgreich mitzuarbeiten.
Deshalb ist Sprachbildung an der Wellbachschule ein sehr wichtiger Schwerpunkt. Unser Ziel ist: Die Kinder sollen Deutsch als Bildungs- und Unterrichtssprache so gut lernen, dass sie die Anforderungen der Lehrpläne verstehen und bewältigen können. Das braucht Zeit, Übung, Wiederholung und die Unterstützung der Erwachsenen.
Unser Schulprogramm beschreibt ausführlich, woran wir als Schule arbeiten. Diese kurze Fassung erklärt die wichtigsten Gedanken für Eltern und Familien.
Wir denken vom Kind aus
Unser Leitgedanke heißt:
Vom Kind aus denken – und dann so handeln.
Das bedeutet: Wir fragen immer wieder, was ein Kind jetzt braucht, damit es lernen und sich gut entwickeln kann.
Kinder lernen unterschiedlich. Manche Kinder brauchen mehr Zeit. Manche brauchen mehr Sprache. Manche brauchen mehr Übung. Manche brauchen klare Regeln und viel Orientierung. Manche Kinder brauchen besondere Ermutigung. Andere Kinder können schon viel und brauchen neue Herausforderungen.
Wir schauen deshalb nicht nur auf Schwierigkeiten. Wir schauen auch auf Stärken, Interessen und nächste Schritte.
Kinder brauchen Sicherheit, Beziehung und klare Regeln
Kinder können besser lernen, wenn sie sich sicher fühlen. Sie brauchen Erwachsene, die sie kennen, ernst nehmen und begleiten. Deshalb sind verlässliche Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, feste Abläufe, klare Regeln und ein respektvoller Umgang für uns sehr wichtig.
Regeln helfen Kindern, den Schulalltag zu verstehen. Sie geben Orientierung und machen Schule verlässlicher. Das gilt für Kinder und Erwachsene. Wenn Erwachsene ähnlich handeln, wird Schule für Kinder klarer und ruhiger.
Sprache gehört in jeden Unterricht
Sprache wird bei uns nicht nur im Deutschunterricht gelernt. Jeder Unterricht ist auch Sprachförderung.
Kinder lernen im Unterricht neue Wörter, ganze Sätze, Fachbegriffe und Erklärungen. Sie lernen, Aufgaben genau zu verstehen, über Dinge zu sprechen, Texte zu lesen und eigene Gedanken aufzuschreiben. Das ist in Mathematik, Sachunterricht, Sport, Kunst und allen anderen Fächern wichtig.
Viele Kinder können sich im Alltag gut verständigen. Trotzdem brauchen sie Unterstützung, um die Sprache der Schule sicher zu lernen. Diese Sprache ist oft genauer, schwieriger und fachlicher als Alltagssprache. Darum üben wir sie immer wieder.
Lernen braucht Grundlagen
Damit Kinder gut lernen können, brauchen sie sichere Grundlagen. Dazu gehören Lesen, Schreiben, Rechnen, Zuhören, Konzentration, Arbeitsorganisation, der Umgang mit Fehlern und das Lernen in der Gruppe.
Diese Dinge sind nicht bei allen Kindern selbstverständlich vorhanden. Sie müssen gelernt und geübt werden. Wenn Kinder diese Grundlagen sicherer können, wird Lernen leichter. Sie werden selbstständiger und trauen sich mehr zu.
Förderung gehört zum Schulalltag
Förderung beginnt bei uns nicht erst, wenn ein Kind große Probleme hat. Förderung gehört zum Unterricht und zum Schulleben.
Wir fragen: Was braucht dieses Kind, damit der nächste Schritt möglich wird?
Manchmal braucht ein Kind mehr Übung. Manchmal braucht es eine einfachere Erklärung. Manchmal braucht es schwierigere Aufgaben. Manchmal braucht es Hilfe bei Sprache, Verhalten, Konzentration oder im Umgang mit anderen Kindern.
Wir wollen Schwierigkeiten klar benennen, aber Kinder nicht beschämen. Kinder sollen merken: Ich werde gesehen. Ich bekomme Hilfe. Ich kann etwas lernen.
Eltern sind wichtige Partnerinnen und Partner
Eltern kennen ihr Kind aus der Familie. Die Schule kennt das Kind aus dem Unterricht und aus der Gruppe. Beides ist wichtig.
Deshalb möchten wir mit Eltern zusammenarbeiten. Wir möchten Eltern verständlich informieren, ihnen zuhören, Stärken und Fortschritte besprechen und gemeinsam überlegen, was ein Kind braucht.
Elterngespräche sollen nicht nur stattfinden, wenn es Probleme gibt. Sie helfen, das Kind gemeinsam zu begleiten. Wenn es sinnvoll ist, können auch Kinder an Gesprächen beteiligt werden. Dann erleben sie: Meine Eltern und meine Schule arbeiten zusammen.
Die Schule erklärt ihre Arbeit
Das Schulprogramm ist ein wichtiges Grundlagenpapier der Wellbachschule. Es beschreibt, was uns wichtig ist und woran wir weiterarbeiten.
Nicht alle Eltern lesen lange schulische Texte. Manche Eltern sprechen wenig Deutsch. Manche Eltern haben wenig Erfahrung mit Schule. Manche Eltern brauchen eine persönliche Erklärung.
Deshalb gilt für uns:
Eltern müssen das Schulprogramm nicht allein verstehen. Die Schule hilft dabei.
Lehrerinnen und Lehrer, pädagogische Mitarbeitende, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter und die Schulleitung erklären Eltern, was der Schule wichtig ist. Auch Stadtteileltern können Familien dabei unterstützen. Sie können zuhören, Fragen aufnehmen, Informationen erklären und Vertrauen aufbauen.
Das Erklären wichtiger schulischer Ziele gehört zu guter Elternarbeit. Wenn Eltern besser verstehen, wie die Schule arbeitet, können sie ihr Kind besser unterstützen.
Wir arbeiten mit dem Stadtteil zusammen
Die Wellbachschule arbeitet mit Partnerinnen und Partnern im Stadtteil zusammen. Dazu gehören zum Beispiel Stadtteileltern, Einrichtungen im Stadtteil, Beratungsstellen und weitere Unterstützungsangebote.
Stadtteileltern können eine wichtige Brücke zwischen Familien und Schule sein. Sie ersetzen nicht die Verantwortung der Schule. Aber sie können helfen, dass Eltern leichter Fragen stellen, Informationen besser verstehen und Vertrauen zur Schule aufbauen.
Wir entwickeln unsere Schule weiter
Die Wellbachschule ist in einem Entwicklungsprozess. Nicht alles ist fertig. Wir arbeiten Schritt für Schritt weiter.
Besonders wichtig sind uns Sprache, Lesen, sichere Grundlagen in Mathematik, klare Regeln, soziales Lernen, gute Förderung, Zusammenarbeit im Team, die Verbindung von Unterricht und OGS und eine gute Zusammenarbeit mit Eltern.
Unsere Richtung ist:
Wir sehen die Kinder.
Wir geben Halt.
Wir fördern Sprache und Lernen.
Wir arbeiten gemeinsam.
Wenn Sie Fragen haben
Bitte fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen. Das ist in Ordnung.
Sie können sich an die Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer, die OGS, die Schulsozialarbeit, die Schulleitung oder die Stadtteileltern wenden.
Wir möchten, dass Eltern sich ernst genommen fühlen. Denn Vertrauen zwischen Schule und Eltern hilft den Kindern.
Das komplette Schulprogramm als PDF: